Wolfgang Amadeus Mozart

vollständiger Name: Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus Mozart * 27. Januar 1756 in Salzburg; † 5. Dezember 1791 in Wien

 

Am 14. Dezember 1784 tritt Mozart in die Wiener Freimaurerloge "Zur Wohltätigkeit" ein (speziell in seinen Opern Die Zauberflöte und Le nozze di Figaro sind

gesellschaftskritische Töne aus dieser Mitgliedschaft zu spüren).

Am 7. Dezember 1787 wird er zum k.k. Kammermusicus ernannt (mit einem stattlichen Jahresgehalt von 800 Gulden für das Komponieren von ein paar Tänzen im Fasching) und am 9. Mai 1791 zum (unbesoldeten) Adjunkten des Domkapellmeisters von St. Stephan Leopold Hoffmann.

Die Aufführung des Figaro 1786, vom Kaiser trotz des systemkritischen Inhalts freigegeben, hat das Wiener Publikum derart überfordert, dass es sich von ihm zurückzieht. Seine wirtschaftliche Situation verschlechtert sich, ohne dass er dieser Tatsache mit seinen Ausgaben Rechnung trägt:

Es ist ein Wendepunkt in Mozarts Leben. Erfolg hat er in dieser Zeit nur in Prag.

Abseits der Wiener Öffentlichkeit erschafft er die Werke der letzten Jahre; mit erneuten Reisen versucht er, die Entwicklung aufzuhalten. Diese führen ihn zu den Aufführungen nach Prag (8. Januar bis Mitte Februar 1787 und Ende August bis Mitte September 1791), aber auch mit dem Fürsten Karl Lichnowsky über Prag, Dresden und Leipzig nach Potsdam und Berlin zum preußischen König Friedrich Wilhelm II. (8. April bis 4. Juni 1789), sowie nach Frankfurt am Main zur Krönung Kaiser Leopolds (23. September bis Anfang November 1790), die er auf der Rückreise zu Stationen in Mannheim und München nutzt. Aber weder die Berliner Reise 1789 noch die nach Frankfurt 1790 bringen eine Entwicklung zum Besseren. Berlin verschafft weder Einnahmen noch eine Anstellung.

Die vom Kaiser erbetene Oper Così fan tutte findet nur mäßigen Beifall, und auch der Auftritt in Frankfurt sowie die Uraufführung des Tito in Prag finden wenig Resonanz. Erst der Beifall, den Mozart für die Zauberflöte erhält, verspricht Besserung.Nach der Uraufführung von La clemenza di Tito in Prag war Mozart Mitte September 1791 nach Wien zurückgekehrt und hatte sich sofort in die Arbeit zur Uraufführung der Zauberflöte gestürzt, die zwei Wochen später – endlich wieder mit Erfolg – über die Bühne ging. Gleichzeitig hatte er die Motette Ave verum corpus ausgearbeitet und mit der Niederschrift des Requiems (KV 626) begonnen, die er jedoch nicht mehr abschließen kann. Franz Xaver Süßmayr, ein ehemaliger Schüler, vollendete das berühmte Requiem.Wenige Wochen nach der Uraufführung der Zauberflöte am 20. November 1791 wird Mozart bettlägerig, am 5. Dezember stirbt er und wird am Tag darauf beerdigt.

Er wird knapp 36 Jahre alt.

Die Todesursache ist nicht eindeutig geklärt. Genannt werden „hitziges Frieselfieber" (Diagnose des Totenbeschauers), Rheuma, Syphilis, Herzversagen

und Aderlass.

Er selbst war davon überzeugt, dass er vergiftet werde und äußerte sich Constanze dahingehend wenige Wochen vor seinem Tod während eines Besuchs im Prater: „Gewiß, man hat mir Gift gegeben." Die ersten Legenden zirkulieren schon kurz nach seinem Tod. Die wohl berühmteste davon schreibt seinem angeblich missgünstigen Kollegen Antonio Salieri die Täterschaft zu.

Beigesetzt wird der Komponist in einem allgemeinen Grab am Sankt Marxer Friedhof.

Seine Witwe besucht das Grab nach 17 Jahren zum ersten Mal. 1855 wird der Standort seines Grabes so gut wie möglich bestimmt, und 1859 an dieser Stelle ein Grabmal errichtet, das später von der Stadt Wien in die Gruppe der Musiker-Ehrengräber am Zentralfriedhof übertragen wird.

 An der freigewordenen Stelle wird aus Eigeninitiative eines Friedhofswärters abermals eine Gedenktafel errichtet, die mit der Zeit aus Spolien anderer Gräber zu einem Grabmal ausgebaut wird, und heute eine viel besuchte Sehenswürdigkeit darstellt.

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Emanuel Schikaneder

eigentlich Johann Joseph Schickeneder

9. September 1751 in Straubing; † 21. September 1812 in Wien war Schauspieler, Sänger, Regisseur, Dichter und Theaterdirektor.

 

1773 trat er erstmals bei der Moserschen Schauspielgesellschaft auf und wurde später deren Regisseur. Das führte ihn 1780 nach Salzburg, wo er Wolfgang Amadeus

Mozart kennenlernte.

Er war mit Mozart in der gleichen Freimaurerloge.

 In Wien leitete er ab 1785 das Kärntnertortheater und spielte auch noch im (damaligen) Burgtheater. Kaiser Joseph II. untersagte ihm die Errichtung eines Theaters auf den Glacisgründen vor der Stadtmauer, darauf ging er nach Regensburg. Er kehrte aber bald wieder nach Wien zurück, wo auf seinen Antrag ein Theater im damals größten Mietshaus Wiens, dem Freihaus auf der Wieden eingerichtet wurde.

Dieses Theater wurde am 12. Juli 1789 mit dem von ihm verfassten Stück Der dumme Anton im Gebirge eröffnet. Am 30. September 1791 war dort die Premiere seines größten Erfolges, der Oper Die Zauberflöte mit der Musik von Wolfgang Amadeus Mozart.

Schikaneder selbst spielte den Vogelfänger Papageno.

Angeblich brachten die Erfolge so große Einnahmen, dass Schikaneder (mit Hilfe des Kaufmanns Zitterbarth) ein neues Theater gleich in der Nähe, das Theater an der Wien erbauen konnte. Das Freihaustheater wurde daher 1801 geschlossen.

Das Theater an der Wien wurde am 13. Juni 1801 ebenfalls mit einer Schikaneder-Oper eröffnet, nämlich Alexander (Musik von Franz Teyber). Schikaneder setzte bei seinen Aufführungen auf aufwändige Dekorationen, Effekte und viel Pomp.

Er leitete das Theater bis 1806 und ging danach nach Brünn und Steyr. Infolge der kriegsbedingten Geldabwertung von 1811, verlor Schikaneder sein letztes Vermögen und starb geistig verwirrt als „Bettelmann" (Honolka) in Wien.

Schikaneder schrieb 55 Theaterstücke und 44 Bücher für Opern und Singspiele.Im Frühling 2004 wurde in mehreren niederbayerischen Städten das Theaterstück Schikaneder (Spektakel mit Musik) des Münchener Autors und Filmemachers Robert Hültner gespielt.

 

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