Die Königliche Kunst bezieht sich auf den König Salomo Die äußeren
Formen, das Ritual und die Symbole der Freimaurer gehen zurück auf die
Dombauhütten und Steinmetz-Bruderschaften des Mittelalters. Der Begriff
Freimaurer bezieht sich auf das englische "freestone-mason" und
bezeichnete den freien Steinmetz oder Bildhauer. Diese Baukünstler genossen
erstaunliche Privilegien und durften, geschützt durch eine päpstliche Bulle,
das gesamte christliche Abendland bereisen. Sie erkannten sich untereinander
durch vereinbarte Zeichen, Worten und Handgriffen, die nur Eingeweihten
zugänglich waren. So konnten sie ihre Sonderrechte, aber auch die Geheimnisse
ihrer Baukunst, gegenüber Außenstehenden sorgfältig schützen. In der
Bauhütte, die den Handwerkern und Künstlern als Werkstatt diente, entstanden die
Grundrisse und Konstruktionen für die großen Dombauten und die gewaltigen
Glockentürme. Hier wurde die geistige Vorarbeit für die handwerkliche
Umsetzung geleistet. König Salomo, der Erbauer des ersten Tempels zu Jerusalem, gilt in der Freimaurerei als zentrale Symbolfigur. Er erbte von seinem Vater David eine starke Zentralregierung, ein ausgebildetes Heer und die heilige Stadt. Das von David geschaffene Großreich konnte Salomo, den die jüdische Tradition als den "weisesten Menschen" und "gerechtesten Herrscher" anerkennt, zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte führen. Im vierten Jahr seiner Regierung ließ er den Tempel errichten, um die Stämme Israels im Gottesdienst zu vereinen. Das großartige Gebäude wurde im lokalen Architekturstil erbaut. |